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Turnfahrt 2018 Sörenberg

Sörenberg, 1./2. September 2018 | 26 fröhliche Frauen der FitGym und Fit&Fun Gruppe trafen sich morgens 7.00 Uhr am Bahnhof Wil. Diese grosse Teilnehmerzahl zeigt, wie beliebt die zweitägigen Turnfahrten der Frauenriege sind. Seit acht Jahren stellt unsere Reiseleiterin Margrit Rätzer immer wieder sehr abwechslungsreiche Reisen für jedes sportliche Niveau zusammen.

Petrus war uns nicht hold, denn es goss den ganzen Tag, wie aus Kübeln. So waren wir froh, dass wir nach der dreistündigen Zug- und Postautofahrt und einem kurzen Marsch in unserer Unterkunft einen heissen Tee oder Kaffee trinken konnten. Die Gipfeli offerierte uns das Hotel Cristal in Sörenberg. Margrit organisiert die Reise immer sehr perfekt und ist auf etwaige Überraschungen, wie Wetterumstürze gewappnet.  So konnte sie uns verschiedene Alternativen zeigen. Anstelle der Wanderung aufs Brienzer Rothorn: Hallenbad, Shoppingtour durch Sörenberg oder eine Regenwanderung auf die Rossweid. Die grösste Gruppe nahm den Weg zur Rossweid unter die Füsse.

Gut eingepackt mit Dächlikappe, Regenjacke und Schirm, folgten wir dem Weg nach oben. Der Wanderweg hatte sich aber in einen kleinen Bach verwandelt. Da zeigte sich, wer gute Regenkleidung hatte. Meine Füsse blieben trocken. Den eingepackten Lunch assen wir im Stehen unter dem Vordach des Restaurants. Dabei hatten wir uns auf einen idyllischen Rastplatz im Moor-Erlebnispark der UNESCO Biosphäre Entlebuch gefreut. Dafür gab es anschliessend ein Schümli Pflümli im Restaurant. Den Rückweg nahmen wir mit Ausnahme von Apollonia und Sylvia mit der Gondelbahn.  Eine Gruppe von Jasserinnen blieb bis 17.00 im Restaurant Rossweid und gab alles für «obe abe oder unde ue».

Das Abendessen in unserem Hotel war ausgezeichnet und wurde begleitet von einem guten Tropfen Wein. Den Abend liessen wir ausklingen bei «Hoseabe» oder einer Kegelrunde oder lachten über die Story der 7 Turnerinnen, welche in  Luzern den Anschlusszug verpasst hatten. Den Kaffee und Gipfeli genossen sie dafür in Schüpfheim mit urchigem Jodelgesang von einem zufällig anwesenden Chor. Der obligate Appenzeller machte uns zu fortgeschrittener Stunde Bett reif.

Nach einer ruhigen Nacht erwartete uns ein feines Morgenbuffet im Hotel Cristal. Selbergemachte Konfi und Birchermüesli, Früchte, Käse, Fleisch, Brot aus der Region stärkte uns für den zweiten Tag. Der Regen hatte aufgehört, nur Nebel nässte noch, sodass wir wieder die Regenjacke anziehen mussten. Gemeinsam zogen wir zur Talstation der Rossweidbahn. Der grössere Teil unserer Damen zog die Bahn vor, wir nahmen den Wanderweg unter die Füsse. Ein herrlicher Aufstieg über einen weichen Waldweg und entlang einem Bächli, führte uns zum Salwidili. Hier trafen wir uns alle wieder. Im Restaurant werden die besten Entlebucher Spezialitäten serviert. Da ich aber nach dem ausgiebigen Frühstück noch keinen Hunger verspürte, kaufte ich ein Kochbuch von diesen feinen Spezialitäten, das eine junge Frau als Maturaarbeit 2017 geschrieben hatte. Rosita war so lieb und nahm mein neu errungenes Kochbuch mit – herzlichen Dank. Ich entschied mich, mit sechs sportlichen Frauen den Weg über die Tannigsbodealp nach dem Kemmeriboden Bad zu nehmen.

Das hiess nochmals 200 Höhenmeter hinauf über grüne Alpen mit Kühen und Ziegen. Um Eiger, Mönch und Jungfrau zu erblicken, fehlten uns weitere 700 Höhenmeter, die wir zeitlich unmöglich schaffen konnten. Dafür genossen wir einen herrlichen Weitblick ins Emmental. Wir wanderten zügig voran, denn das Ziel Kemmeriboden sollte um halb drei erreicht sein. Um fünf vor halb drei standen wir an einem Wegweiser, da stand Chemmeribode 55 Minuten! Von da an ging es zwar abwärts und wir liefen immer in leichtem Trab. Erhitzt und glücklich konnten wir gleich ins Postauto einsteigen und der Chauffeur fuhr los. Während der halbstündigen Fahrt erzählte uns Herr Rüeggsegger allerlei Spannendes über die vorbei ziehende Landschaft – vom Emmental ins Entlebuch – von Heidelbeeren über Wasserbüffel zu Kamelen und von einem kleinen, günstigen Familien- Skigebiet in Schangnau. Hier können die Kinder zu Weltmeister werden, wie Beat Feuz. Er selber sei mal gleich schnell gewesen wie der Beat – auf dem Sessellift mit ihm.

Wohlbehalten in Schüpfheim angekommen, genossen wir noch einen Kaffee vom Kiosk und träumten von den feinen Meringgä mit Nidle vom Kemmeriboden. Also ich werde die Meringue vom Kemmeriboden beim nächsten Besuch in Berlin, wohin sie sogar exportiert werden, geniessen.

Liebe Margrit, herzlichen Dank für deine wunderschöne Turnfahrt in Sörenberg. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, vielleicht geht es dann ins Tessin?

Béatrice Brunschwiler