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Turnfahrt in den herbstlichen Schnee

7./8. September 2019 | Kurz vor 07.00h trafen wir uns auf Gleis 1 zur diesjährigen Turnfahrt ins Engadin. Schnatternd und laut wie üblich, begrüssten wir uns. Dann gings via Landquart nach Zernez, wo 23 Turnerinnen etwas nach 10.00h aus dem Zug stiegen und den Weg zum Hotel Spöl mit Rollkoffer und Tagesrucksack unter die Füsse nahmen. Nachdem das Gepäck deponiert war, konnten wir bereits zu 1. Kaffee und Gipfeli in unserer Unterkunft im wunderschönen Speisesaal Platz nehmen.

Gestärkt und umgezogen starteten wir unsere Tour Richtung Champlönch mit dem Postauto. Der gelbe Transport war schon nach unserer Haltestelle rappelvoll. Ein paar Stationen weiter wollte noch eine grosse Gruppe samt Bikes einsteigen. «porca miseria»!

Auf dem P1 verliessen wir unseren Chauffeur und kraxelten im Nationalpark die Steigung empor. Schon mussten wegen dem Temperaturausgleich das eine oder andere Kleidungsstück wieder ausgezogen werden. Abzweiger rechts Richtung Alp Grimmels nehmen mit dem Hinweis unserer Reiseleitung Margrit Rätzer, doch etwas leiser zu sein, damit wir vielleicht auch noch das eine oder andere Tier erspähen könnten. Und wirklich, wenige Minuten später entdeckten wir eine einzelne Gämse. Leider blieben uns ausser fetten, Winterschlaf bereiten Murmeltieren, weitere Tiere verwehrt. Der Picknick-Platz, die Grimmelsalp (2050m), lud wegen Wind und nasskaltem Wetter nicht zum längeren Verweilen ein. Wieder runter zum Abzweiger und weiter Richtung «Il Fuorn», wo ein Marschhalt mit Kaffee und Kuchen geplant war. Dort trafen wir wieder auf die Wenig-Wander-Gruppe. Feine Desserts und Kaffee/Tee/Apéro-Drinks liessen uns das schlechte Wetter vergessen. Nach 16.00h gings per Postauto wieder zurück in die Unterkunft, wo nun die Zimmer bezogen werden konnten. Eine kleine Gruppe wanderte ein Stück zurück und stieg eine Station später auch in den ÖV.

Einige nutzten die Zeit bis zum Nachtessen zum Saunieren, andere zum Powernap. Eine kleine Minderheit startete in den Apéro, wo sich nach und nach weitere Frauen dazu gesellten. Um 19.00 Uhr wurde das 4-Gang Nachtessen serviert (Kürbissuppe, Salatbuffet, Schnitzel mit Pilzrahmsauce, Reis und Gemüse, Fruchtfladen mit Rahm). Im Anschluss suchten einige ihre Schlafplätze auf, andere vertraten sich noch die Füsse und genehmigten sich noch einen Schlummertrunk, spendiert vom Hotel. Gar nicht schlecht schmeckte der aus Schafgarben vom Chef selbstgebraute Likör «IVA».

Schon früh am Sonntagmorgen machten sich die Frauen übers Frühstücksbuffet her. Warme Milch, Kaffee und kaffeehaltige Getränke konnten selbst aus der Maschine gelassen werden. Wünsche blieben für mich keine offen – es hatte alles, was es brauchte. Man verweilte länger als üblich, da der anfängliche Regen, der nachher in Schneefall überging, nicht zum Wandern draussen einlud. Die ursprünglich geplante Tour musste wegen 20cm Neuschnee annulliert werden. Trotzdem starteten wir 09.49 Richtung Guarda, um dort das «Schellenursli» Museum zu besichtigen. In Susch musste bereits wieder aufs Postauto umgestiegen werden, da Bauarbeiten die Weiterfahrt mit dem Zug verhinderten. Ein herziges winziges Museum, welches kostenlos von einem Hotelbetrieb zur Verfügung gestellt wurde, führte uns einmal mehr vor Augen, wir einfach früher gelebt wurde. Das Dorf Guarda selbst ist kaum mehr bewohnt – die alten, schönen Häuser zerfallen zusehends. Schade!

Wieder in Zernez zurück konnte auch das Nationalparkzentrum gegenüber unserem Hotel besucht werden. Auch da durfte man mittels Filme und Dokumentationen tief in die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks eintauchen.

Um für die Rückreise gestärkt antreten zu können, gab’s noch Kaffee und Kuchen im Hotel Spöl. Kurz vor 17.00 Uhr reisten wir wieder mit der räthischen Bahn über Landquart zurück ins Unterland.

Herzlichen Dank der Reiseleitung Margrit Rätzer. Alles war top organisiert und gut ausgewählt. Die Gruppe blieb zusammen – alle reisten gemeinsam an und wieder heim.